Pudendale Neuralgie

Die Pudendale Neuralgie: Brennende Schmerzen in der sensibelsten Körperregion

Die Pudendale Neuralgie ist gekennzeichnet durch chronische Schmerzen, die als brennend empfunden werden und im Schambereich von der Klitoris bis hin zur Damm- und Analregion reichen. Verursacht werden die Schmerzen hauptsächlich durch eine Kompression des Pudendusnervs im Pudendus- oder Alcock-Kanal. Sie treten bei Frauen häufig nach einem Geburtstrauma auf, auch noch 20 bis 30 Jahre nach einer vaginalen Geburt. Risikofaktoren sind die Saugglocke oder Zangengeburten sowie die Geburt grosser Kinder. Auch Männer können von einer Pudendalen Neuralgie betroffen sein. Die Schmerzen gehen vom Penis und den Hoden aus bis hin zur Analregion.

Schmerzen und typische Symptome

Schmerzen und typische Symptome

Alkock’sches Kanal-Syndrom

Bei einer Pudendalen Neuralgie, auch als „Alkock’sches Kanal-Syndrom“ bezeichnet, treten die  Schmerzen typischerweise sofort beim Sitzen auf, während im Liegen und beim Stehen keine Beschwerden zu spüren sind. Die Dammschmerzen sind ein- oder beidseitig und können unterschiedlich weit nach vorn oder hinten ausstrahlen. Oft treten neben den Schmerzen weitere Symptome auf, wie zögernde Blasenentleerung, häufiger Harndrang bzw. Reizblase, Verstopfung, schmerzende Darmbewegungen oder sexuelle Dysfunktionen mit Libidoverlust. Die Pudendale Neuralgie ist eine chronische Krankheit, die Schmerzen sprechen auf die üblichen Schmerzmedikamente (Analgetika) schlecht oder nicht an.

 

Die Diagnose

Die Diagnose

Nervenblockade des Pudendusnervs – ohne CT oder MRT

Die transvaginale bzw. transrektale Tastuntersuchung sowie die temporäre Blockade des Nervs sind der Schlüssel zur Diagnose. Die Patienten erleben ein ausgeprägtes Schmerzempfinden, wenn der Nerv abgetastet wird. Zudem ist  das Tinel-Zeichen typischerweise positiv: ein kribbelndes, nadelstichartiges Erleben wird entlang des Nervs wahrgenommen. Noch während der Sprechstunde kann eine selektive Nervenblockade des Pudendusnervs erfolgen, ohne CT oder MRT. Diese Nervenblockade ist entscheidend für die Diagnosestellung und für die Wahl der anschliessenden Behandlungsmethoden  der Schmerzen im Schambereich. Eine positive Antwort auf die Blockade des Nervs, also das kurzfristige Ausbleiben der Schmerzen, ist ein wichtiger diagnostischer Hinweis.

Ist eine Pudendale Neuralgie mit ausstrahlenden Schmerzen ins Gesäss, den tiefen Rücken oder die Beine verbunden, handelt es sich nicht um ein Alkock’sches Kanal-Syndrom, sondern um eine sogenannte sakrale Radikulopathie.

Die Behandlung

Die Behandlung

Chirurgische Dekompression und elektrische Stimulation des Pudendusnervs

Da die Pudendale Neuralgie auf einer Art Quetschung des Pudendusnervs bzw. einem erhöhten Druck beruht, ist die chirurgische Nervendekompression, also eine Druckentlastung des Pudendusnervs die wirksamste Behandlungsmethode bei dieser Diagnose. Der Eingriff erfolgt mittels eines laparoskopischen Dekompressionsverfahrens: Kleinste Kameras machen die feinen sensiblen Nervenstrukturen sichtbar und erlauben eine minimalinvasive, schonende Operation. Die Mehrheit der Patienten ist nach einigen Monaten schmerzfrei.

Wenn der Pudendusnerv nicht nur gequetscht, sondern verletzt ist, etwa nach operativer Intervention, ist die pudendale Neuromodulation die Therapie der Wahl. Bei diesem sogenannten LION-Verfahren (Laparoscopic Implantation Of Neuroprothesis) wird in einem minimalinvasiven Eingriff ein wenige Millimeter kleines Mikrostimulator-System per Bauchspiegelung am Pudendusnerv platziert. Die elektrische Stimulation wird vom Patienten mittels einer Fernbedienung gesteuert und führt zu einer Entspannung des Nervs.

Prof. Dr. med. Marc Possover

Menschen in schwierigen Situationen zu mehr Lebensqualität zu verhelfen, ist seine Passion. Konsequente Forschung, jahrelange Behandlungserfahrung und der feste Wille, für bislang ungelöste medizinische Probleme eine Lösung zu finden, befähigen Prof. Possover dazu, verzweifelte Patienten aus ihrer scheinbaren Ausweglosigkeit heraus zu führen.

Possover International Medical Center

Unser Kompetenzzentrum für  Neuropelveologie in Zürich verfügt über eine moderne medizintechnische Ausstattung – für eine Behandlung auf weltweit höchstem Qualitätsniveau. Und es bietet zugleich den Raum für die Begegnung mit Ihnen in einer persönlichen Atmosphäre.

Unser Team kümmert sich um Ihr Wohlergehen

Wir behandeln Sie als Patient, und als unseren Gast. Jeder im Team von Prof. Possover engagiert sich dafür, dass Sie sich bei uns geborgen fühlen. Unsere international erfahrenen Mitarbeiter haben ein Gespür für die individuellen Bedürfnisse jedes Einzelnen. Wir begleiten Sie vom ersten Kontakt bis zum Abschluss Ihrer Behandlung – zuvorkommend, herzlich, verständnisvoll.

Zurück zu einer besseren Lebensqualität

Vertrauen Sie uns Ihr gesundheitliches Problem und Ihre Patientenhistorie an. Wir setzen unsere ganze Kraft und Kompetenz dafür ein, Ihnen zu helfen.

Diana Neumann

Praxisassistentin

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Praxisassistentin

„Als fröhliche, offene und kommunikative Person schätze ich es sehr, mit Menschen aus der ganzen Welt in Kontakt zu kommen. Das Wohlbefinden anderer liegt mir sehr am Herzen.“

Fiona Muir

International Coordinator

Wir möchten, dass Sie sich vom ersten Augenblick an bei uns gut aufgehoben fühlen. Ich helfe Ihnen bei der Organisation Ihrer Behandlung, auch im Falle einer internationalen Anreise.

Einbeziehung Ihres Arztes in die Behandlung

Wenn Sie es wünschen, kann Sie Ihr behandelnder Arzt nach Zürich begleiten. Sie haben dann eine in medizinischen Belangen vertraute Person an Ihrer Seite. Und Ihr Arzt hat die Gelegenheit, bei der geplanten Operation anwesend zu sein und einzigartige Einblicke in die angewandte Praxis der Neuropelveologie zu gewinnen.

Foto Neuropelveologie Nervenbahnen

Neuropelveologie:
Die Entdeckung der Beckennerven

Die Neuropelveologie ist eine von Prof. Possover entwickelte medizinische Disziplin. Sie basiert auf der Entdeckung der Beckennerven und umfasst die Diagnose der Erkrankungen dieser Nerven mittels gynäkologischen Untersuchungsmethoden sowie deren Behandlung mit Hilfe der Bauchspiegelung.

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