Probleme mit der BlaseEine starke Belastung für viele Menschen

Jede fünfte Frau klagt in der gynäkologischen Praxis über eine Blasenschwäche, und mindestens jeder sechste Erwachsene leidet an einer überaktiven Blase. Das Krankheitsbild gehört damit zu einer der häufigsten Krankheiten überhaupt. Probleme mit der Blase und häufiger Harndrang schränken die persönlichen Aktivitäten und die Lebensqualität der Betroffenen stark ein, bis hin zur sozialen Isolation. Doch es gibt fast immer einen Ausweg.

Häufiger Harndrang / Reizblase / Inkontinenz

Ein häufiger Harndrang kann unterschiedlichste Ursachen haben. Als Betroffene oder Betroffener haben Sie das schon oft gehört, falls Sie seit längerer Zeit vergeblich versuchen, das unangenehm häufige Bedürfnis der Blasenentleerung oder eine Inkontinenz mit ärztlicher Hilfe in den Griff zu bekommen. Ein vermehrter Harndrang raubt Ihnen nachts den Schlaf und schränkt Sie tagsüber in Ihrer Freiheit und Flexibilität ein. Geben Sie nicht einfach auf. Sie können sich von diesen Beschwerden befreien oder sie stark lindern, wenn die Ursache diagnostiziert und behandelt wird.

GNS-Therapie: Die Genitale Nerven-Stimulation

Durch eine Elektrostimulation der Nerven können Sie die Kontrolle über die Blasenfunktion wiedergewinnen – ohne negative Beeinträchtigung der Blasenentleerungsfunktion.
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Häufige Arten der Inkontinenz

Es gibt unterschiedliche Arten und Ausprägungen von Inkontinenz – sie reichen vom häufigen Harndrang – der „schwachen Blase“ – bis zur unkontrollierten Urinausscheidung in nahezu jeder Lebenssituation. Die Stressinkontinenz ist die häufigste Art der Harninkontinenz. Beim Lachen, Husten, Schnupfen, Sport und Heben tritt unwillkürlich Urin aus der Blase aus. Durch die Aktivität entsteht ein erhöhter Bauch-Innendruck, der wiederum einen vermehrten Druck auf die Harnblase auslöst, meist aufgrund eines nicht ausreichend hohen Gegendrucks des Schliessmuskels.
Eine andere häufige Art ist die Dranginkontinenz, die durch einen starken Harndrang charakterisiert ist. Bei der Dranginkontinenz kommt es zum wiederholten, unwillkürlichen Anspannen der Blasenmuskulatur. Solche Störungen treten vermehrt in Zusammenhang mit einer überaktiven Blase – der sogenannten Reizblase –, einer interstitiellen Blasenentzündung, einer Prostatitis, einer Prostadynie oder einer benignen Prostatahyperplasie auf.
Stessinkontinenz / Belastungsinkontinenz
Die Stressinkontinenz, auch bekannt als Belastungsinkontinenz, ist die häufigste Form der Harninkontinenz. Bei dieser Blasenschwäche tritt der Harnverlust unter leichter Anstrengung, wie beispielsweise Treppensteigen, Niesen, Lachen, Husten oder während körperlicher Aktivitäten auf. Bei einem schweren Verlauf kann der Harn sogar bereits beim Gehen, Aufstehen oder ohne Belastung abgehen. Grund für eine solche Inkontinenz ist eine Schliess- und Beckenboden-Muskelschwäche, die sehr oft mit einer Senkung der Gebärmutter bzw. der Scheide korreliert. Wenn in diesem Fall der Druck auf die Blase plötzlich erhöht und der Beckenboden belastet wird, kann der Urin nicht mehr gehalten werden.
Dranginkontinenz / Überaktive Blase / Reizblase
Die Dranginkontinenz, auch Urge-Inkontinenz genannt, äussert sich in einem plötzlichen, vielfachen und starken Harndrang. Diese Form der Inkontinenz wird am zweithäufigsten diagnostiziert. Viele Frauen leiden nur dann an einer Dranginkontinenz, wenn sie besonders unter Stress stehen. Die häufigste Form der Dranginkontinenz ist die überaktive Blase, auch bekannt unter dem Begriff „Reizblase“. Für dieses Problem kann meist keine Ursache gefunden werden. Bei älteren Menschen entsteht sie jedoch oft als Folge von Erkrankungen des Nervensystems, wie Morbus Parkinson, Schlaganfall, Diabetes und andere.

Die Reizblase wird durch eine Reihe von Symptomen definiert: ein Drang des Wasserlassens, mit oder ohne Dranginkontinenz, meistens häufig und auch nachts. Das Hauptsymptom stellt sich als häufiger Harndrang dar - dem Gefühl, ständig auf die Toilette zu müssen, das der Patient nicht kontrollieren kann. Von „Häufigem Wasserlassen“ spricht man in der Regel bei mehr als acht Toilettengängen pro Tag. Manche Patienten verlieren dabei auch ungewollt Urin (Dranginkontinenz).
Überlaufinkontinenz / Überlaufblase / Gemischte Harninkontinenz
Die Überlaufinkontinenz, auch Überlaufblase genannt, geht mit einer Überdehnung der Harnblase einher. Die Betroffenen verspüren den rechtzeitig warnenden Harndrang nicht. Dies führt zwangsläufig zu einer Überdehnung der Blase und meistens zu einem Rückfluss von Urin in die Nieren, was das Risiko einer Nierenschädigung mit sich bringt.

Eine solche Harninkontinenz kann auch dadurch entstehen, dass über Jahre hinweg die Toilettengänge zu selten oder die Intervalle dazwischen zu lang sind. In diesem Fall ist die Überlaufinkontinenz sozusagen antrainiert.

Als gemischte Harninkontinenz bezeichnet man die Kombination aus einer Stressinkontinenz und einer Dranginkontinenz.

Behandlung der Inkontinenz

Die Behandlung ist abhängig von der Art der Harninkontinenz, dem Schweregrad und den zugrundeliegenden Ursachen.
Behandlung Stressinkontinenz
behandlung-stressinkontinenz

Pessare, Östrogene
Scheideneinlagen – sogenannte Pessare – zur Unterstützung der Harnröhre können eine Inkontinenz nur vorübergehend beheben. Vaginale Östrogene helfen den Schleimhäuten in der Blase und Harnröhre, elastisch zu bleiben.

Operative Methoden
Es gibt eine Reihe von Operationsmethoden, bei denen der Beckenboden gestrafft und die Harnröhre wieder aufgerichtet wird. Operationen per Bauchschnitt wurden komplett durch vaginale oder minimalinvasive Verfahren ersetzt. Dabei sind „Schlingen-Operationen“ sehr einfache Interventionen mit exzellenten Resultaten. Grundvoraussetzungen für diese Eingriffe sind:

  • Es handelt sich um eine reine Stressinkontinenz Schlingen-Operationen sind strikt zu vermeiden bei der Reizblase (Dranginkontinenz), der Überlaufblase und bei der gemischten Form der Inkontinenz.
  • Die vollständige Entleerung der Blase (ohne Bauchpresse) ist per Ultraschall nachgewiesen Ansonsten würde es zu einer zunehmend unvollständigen Entleerung der Blase mit der Gefahr eines Harnverhalts oder einer mehr und mehr überdehnten Blase mit nachfolgender Erschlaffung der Blase kommen.



Genitale Nerven-Stimulation – „GNS-Therapie“
Wenn eine Schlingenoperation nicht möglich oder nicht erfolgreich ist oder eine Kombination aus Blasen- und Darminkontinenz vorliegt, ist die Genitale Nerven-Stimulation (GNS-Therapie) die Behandlung der Wahl.

Über einen kleinen Schnitt unter dem Schamhaar wird ein wenige Millimeter grosses Mikrostimulator-System per Bauchspiegelung hinter das Schambein an den Genitalnerv platziert. Mit einer Fernbedienung wird der Genitalnerv stimuliert, was die Überaktivität der Blase verringert und zugleich die Kontrolle der Urin-Inkontinenz verbessert. Die Operation wird ambulant in lokaler Betäubung durchgeführt und dauert weniger als 30 Minuten. Neben dem positiven Effekt auf die Blasenfunktion verbessert die Stimulation des Genitalnervs auch die sexuelle Befriedigung und Peniserektion. Der Eingriff ist reversibel und kann jederzeit durch das Abschalten oder Entfernen des Gerätes unterbrochen werden.

Behandlung Reizblase
behandlung-reizblase

Verhaltenstherapie
Bei einer überaktiven Blase bzw. Reizblase ist die Verhaltenstherapie die erste Wahl. Dies kann eine Umstellung der Ernährungsgewohnheiten beinhalten, um festzustellen, ob weniger Koffein, Alkohol und würziges Essen die Symptome verringern. Hierfür wird meist ein tägliches “Blasentagebuch” geführt, um die Toilettengänge überprüfen zu können. Verhaltensänderungen können beinhalten, tagsüber zu bestimmten Zeiten die Toilette aufzusuchen und die Ausübung einer “Quick Flick Kegel”-Übung, um den Blasenmuskel zu entspannen. Die meisten Patienten werden ihre Symptome nicht vollständig los durch die Umstellung ihrer Lebensgewohnheiten. Viele haben jedoch weniger Symptome durch diese Behandlung.

Behandlung mit Medikamenten
Medikamentöse Behandlungen – sogenannte Anti-Muskarine – verringern die Symptome, sind aber nur eine Therapie zweiter Wahl, weil sie oft Nebenwirkungen haben, wie einen trockenen Mund,
Verstopfung, trockene oder juckende Augen, eine verschleierte Sicht, Dyspepsie, Harninfektionen,
Urinverhalten und kognitive Funktionsstörungen. Diese Medikamente dürfen bei älteren Patienten
über 75 nur mit besonderer Vorsicht verabreicht werden. Die Nebenwirkungen sind für manche
Patienten schwer zu tolerieren, was bei 60% aller Fälle zu einem Abbruch führt.

Botulinum Toxin A
Injektionen mit Botulinum Toxin A in der Blase können als Behandlung dritter Wahl vorgeschlagen
werden. Sie kommen in Frage, wenn die oben genannten Therapien erfolglos oder mit zu vielen Nebenwirkungen behaftet waren. Die Patienten müssen zuvor umfassend beraten werden. Aufgrund einer Erschaffung der Blase, die durch das Botulinum hervorgerufen wird, muss der Patient in der Lage sein, zu häufigen Nachkontrollen in die Praxis zu kommen und er muss bei Bedarf eine
Selbstkatheterisierung durchführen. Da die Botulinum-Therapie eine Blasenspiegelung (ggf. unter Vollnarkose) erfordert und diese normalerweise alle 6 bis 9 Monate lebenslang wiederholt werden muss, kann die Akzeptanz für den Patienten schwierig sein.

Genitale Nerven-Stimulation – „GNS-Therapie“
Die elektrische Stimulation der Beckennerven stellt eine Behandlungsmöglichkeit der
Reizblase dar, insbesondere wenn sie in Kombination mit einer Harninkontinenz auftritt. Die Genitale Nerven-Stimulation kann die Symptome lindern oder sogar komplett beheben. Über die elektrische Stimulation der Harnröhre wird eine Entspannung der Blasenmuskulatur erreicht. Die GNS-Therapie behandelt die Reizblase und gleichzeitig die Harninkontinenz, wenn diese vorhanden ist.

Über einen kleinen Schnitt unter dem Schamhaar wird ein wenige Millimeter grosses Mikrostimulator-System per Bauchspiegelung hinter das Schambein an den Genitalnerv platziert. Mit einer Fernbedienung wird der Genitalnerv stimuliert, was die Überaktivität der Blase verringert und zugleich die Kontrolle der Urin-Inkontinenz verbessert. Die Operation wird ambulant in lokaler Betäubung durchgeführt und dauert weniger als 30 Minuten. Neben dem positiven Effekt auf die Blasenfunktion verbessert die Stimulation des Genitalnervs auch die sexuelle Befriedigung und Peniserektion. Der Eingriff ist reversibel und kann jederzeit durch das Abschalten oder Entfernen des Gerätes unterbrochen werden.

Foto Testimonials - Zufriedene Patientin

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Professor Marc Possover is one of the most incredible, rare professional, intellectual doctors whom i ever met.
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Prof Dr. med. Yanna B Md.Phd

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My name is Mrs. Liat Nadel, 51 years old, married and live in Israel. I was only 12 when my Endometriosis knocked on my door/life, but was actually diagnosed only 11 years later by mistake, "thanks" to an emergency surgery.

Liat Nadel

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Prof. Dr. med. Marc Possover

Menschen in schwierigen Situationen zu mehr Lebensqualität zu verhelfen, ist seine Passion. Konsequente Forschung, jahrelange Behandlungs- erfahrung und der feste Wille, für bislang ungelöste medizinische Probleme eine Lösung zu finden, befähigen Prof. Possover dazu, verzweifelte Patienten aus ihrer scheinbaren Ausweglosigkeit heraus zu führen.

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Die Neuropelveologie ist eine von Prof. Possover entwickelte medizinische Disziplin. Sie basiert auf der Entdeckung der Beckennerven und umfasst die Diagnose der Erkrankungen dieser Nerven mittels gynäkologischen Untersuchungsmethoden sowie deren Behandlung mit Hilfe der Bauchspiegelung.

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