Funktionsstörungen der Beckenorgane (Blase, Darm und Sexualität)

Die Beckennerven spielen eine bedeutende Rolle bei der Ansammlung und Ausscheidung von Urin und Stuhl sowie für die Kontrolle der Sexualfunktionen. Verletzungen an diesen Nerven können zu unterschiedlichen Funktionsstörungen führen. Zu den typischen Beschwerden zählen die hyperaktive Blase (Reizblase), Harninkontinenz, Stuhlinkontinenz sowie sexuelle Störungen bei Männern und Frauen. Die von Prof. Possover gegründete Fachdisziplin der Neuropelveologie beschäftigt sich mit der Diagnose und Behandlung von diesen Fehlfunktionen, die durch eine Schädigung der Beckennerven verursacht werden und sich auf die Beckenorgane auswirken.

Häufiger Harndrang / Reizblase / Harninkontinenz

Häufiger Harndrang / Reizblase / Harninkontinenz

Blasenkontrolle zurückgewinnen durch Stimulation der Genitalnerven

Die elektrische Stimulation der Beckennerven (Genitalnerven-Stimulation, GNS) stellt eine Behandlungsmöglichkeit der Reizblase dar, insbesondere wenn sie in Kombination mit einer Harninkontinenz auftritt. Sie kommt in Frage, wenn beispielsweise eine Verhaltenstherapie bei einer überaktiven Blase nicht zum Erfolg führt. Auch bei einer alleinigen Harninkontinenz kann die GNS das Mittel der Wahl für die wirksame Behandlung sein. Die Nervenstimulation kann die Symptome lindern oder komplett beheben.

Bei diesem Verfahren wird in lokaler Betäubung ein wenige Millimeter kleines Mikrostimulator-System minimalinvasiv mit Hilfe der Bauchspiegelung (Laparoskopie) hinter dem Schambein an den Genitalnerven platziert. Über elektrische Impulse werden die Nerven gezielt stimuliert. Der Patient kontrolliert die Dauer und das Level der elektrischen Stimulation mit einer Fernbedienung. Die Genitale Nerven-Stimulation ist eine reversible Therapie, die jederzeit unterbrochen werden kann. Die Operation wird ambulant in lokaler Betäubung durchgeführt und dauert weniger als 30 Minuten.

Durch die elektrische Stimulation der Harnröhre wird eine Entspannung der Blasenmuskulatur erreicht sowie eine Kontraktion des Blasenschliessmuskels. Auf diese Weise wird die Überaktivität der Blase verringert und zugleich die Harninkontinenz kontrolliert. Neben der GNS-Therapie, die auf der Stimulation des Genitalnervs basiert, kann auch die PN-Stim-LION-Methode angebracht sein. Diese fokussiert auf den Pudendusnervs, der hauptverantwortlich für die Kontrolle der Blase, des Rektums und der Schliessmuskeln ist.

Stuhlinkontinenz: Stimulation des Pudendusnervs

Stuhlinkontinenz: Stimulation des Pudendusnervs

Harnblase und Enddarm kontrollieren durch Genitale Nervenstimulation – „GNS-Therapie“

Bei der Stuhlinkontinenz oder einer gleichzeitigen Blasen- und Darminkontinenz bringt die Stimulation des Pudendusnervs, hervorragende Resultate. Denn der Pudendusnervs kontrolliert unter anderem die Schliessmuskeln der Harnblase und des Enddarms.

Um den Pudendusnervs gezielt elektrisch stimulieren zu können, wird ein Eingriff per Bauchspiegelung unter Vollnarkose durchgeführt – das sogenannte LION-Verfahren. Dieses Verfahren ist die erste Technik, die die selektive Platzierung von Elektroden an bestimmten Beckennerven erlaubt. Während der etwa 45-minütigen Operation wird eine winzige Elektrode direkt am Pudendusnerv angebracht. Ein dünner Draht mit weniger als einem Millimeter Durchmesser gibt dann einen harmlosen und schmerzfreien elektrischen Impuls ab. Die Stimulation des Pudendusnervs bewirkt:

  • Eine Kontraktion der Schliessmuskeln von Blase und Darm (Therapie der Harn- und Stuhlinkontinenz)
  • Eine Entspannung sowohl des Rektums als auch der Blase (Therapie des Reizdarms und der Reizblase)
  • Eine bessere Blasen- und Darmkontrolle und somit eine bessere Entleerung von Blase und Darm

 

Endometriose als Ursache

Endometriose als Ursache

Die Behandlung der Endometriose des Rektums, der Harnblase oder des Harnleiters

Eine tief infiltrierende Endometriose im Septum rektovaginal – der Region zwischen Darm und Vagina – ist besonders schwierig zu behandeln. Die Endometriose infiltriert oftmals das Rektum, die Harnleiter, die Blase oder sogar die Beckennerven, welche Rektum, Blase und Sexualfunktionen kontrollieren. Eine ausgedehnte Endometriose des Rektums kann zum Darmverschluss führen, zu Blutungen aus der Blase, zu einer Blockade der Harnleiter und somit zu einem irreversiblen Nierenschaden oder der Zerstörung der Blasenwand.

Bei dieser schwerwiegenden Form der Erkrankung ist die chirurgische Entfernung der Endometriose notwendig, gegebenenfalls mit gleichzeitiger Entfernung von Teilen der betroffenen Organe. Solch eine Operation kann über eine Bauchspiegelung (laparoskopisch) oder über einen offenen Zugang erfolgen. Die Laparoskopie bietet den Vorteil, dass alle Beckennerven sichtbar werden, wodurch ihre Erhaltung möglich ist. Auch komplexe neurochirurgische Eingriffe sind mittels Laparoskopie durchführbar. Die “Laparoskopische Neuro-Navigation” (LANN) ist das Ergebnis dieser Entwicklung. Prof. Possover hat nachgewiesen, dass die LANN-Technik durch ihr besonders nervschonendes Vorgehen einer postoperativen Nervenfehlfunktion, wie Blasen-, Darm- und Sexuelle Funktionsstörungen, vorbeugen kann, auch bei sehr umfassenden Operationen.

GNS-Therapie bei sexuellen Störungen

GNS-Therapie bei sexuellen Störungen

Sexuelle Funktionsstörungen beheben mit der Genitalen Nerven-Stimulation – „GNS-Therapie“

Die sexuelle Funktion bei Männern und bei Frauen erfordert die Beteiligung der Beckennerven. Wenn sich trotz intimer Aktivität keine sexuelle Befriedigung einstellt, kann die Ursache in einer Funktionsstörung dieser Beckennerven liegen.

Sexualität ohne Erektionsstörungen – mit Hilfe der Genitalnerven-Stimulation

Für die Peniserektion spielen vor allem die beteiligten Nervenbahnen eine wichtige Rolle, die vom Penis über das Rückenmark bis ins Gehirn reichen. Sind diese Nerven nicht intakt, kann es zu einer erektilen Dysfunktion kommen. Wenn die Ursache für die Erektionsprobleme in den Genitalnerven zu finden ist, kann die von Prof. Possover entwickelte GNS-Therapie (Genitalnerven-Stimulation, GNS) zu einer deutlichen Verbesserung führen – und zurück zur sexuellen Befriedigung.

Bei dem Behandlungsverfahren wird ein wenige Millimeter kleines Mikrostimulator-System hinter dem Schambein am Genitalnerv platziert. Der Eingriff erfolgt in Lokalanästhesie durch einen kleinen, vom Schamhaar verdeckten Schnitt. Mithilfe einer Fernbedienung erfolgt die Stimulation des Genitalnervs, die sowohl zur sexuellen Erregung wie auch zu einer Peniserektion führt, die während des Geschlechtsverkehrs erhalten bleibt. Es ist keine weitere Einnahme von Viagra nötig. Die Genitalnerven-Stimulation verbessert die sexuelle Befriedigung beträchtlich. Der Eingriff ist reversibel und kann jederzeit durch das Abschalten oder Entfernen des Gerätes unterbrochen werden.

Sexuelle Störungen bei Frauen: Sexuelle Befriedigung durch Genitalnerven-Stimulation  

Mit Tausenden von Nervenenden ist die Klitoris die empfindlichste Stelle der weiblichen Genitalregion und somit der Ursprung intensiver sexueller Lust. Die Stimulation der Klitoris führt häufig – jedoch nicht immer – zum Orgasmus. Auch bei Störungen der weiblichen sexuellen Befriedigung kann eine Genitalnerven-Stimulation (GNS) eine deutliche Verbesserung bewirken und zu einem ausgeglichenen und zufriedenstellenden Sexualleben beitragen. Das Verfahren ist dasselbe wie beim Mann. Bei Frauen bewirkt die elektrische Stimulation die Erektion der Klitoris, ohne Unterstützung eines Vibrators.

Prof. Dr. med. Marc Possover

Menschen in schwierigen Situationen zu mehr Lebensqualität zu verhelfen, ist seine Passion. Konsequente Forschung, jahrelange Behandlungserfahrung und der feste Wille, für bislang ungelöste medizinische Probleme eine Lösung zu finden, befähigen Prof. Possover dazu, verzweifelte Patienten aus ihrer scheinbaren Ausweglosigkeit heraus zu führen.

Possover International Medical Center

Unser Kompetenzzentrum für  Neuropelveologie in Zürich verfügt über eine moderne medizintechnische Ausstattung – für eine Behandlung auf weltweit höchstem Qualitätsniveau. Und es bietet zugleich den Raum für die Begegnung mit Ihnen in einer persönlichen Atmosphäre.

Unser Team kümmert sich um Ihr Wohlergehen

Wir behandeln Sie als Patient, und als unseren Gast. Jeder im Team von Prof. Possover engagiert sich dafür, dass Sie sich bei uns geborgen fühlen. Unsere international erfahrenen Mitarbeiter haben ein Gespür für die individuellen Bedürfnisse jedes Einzelnen. Wir begleiten Sie vom ersten Kontakt bis zum Abschluss Ihrer Behandlung – zuvorkommend, herzlich, verständnisvoll.

Zurück zu einer besseren Lebensqualität

Vertrauen Sie uns Ihr gesundheitliches Problem und Ihre Patientenhistorie an. Wir setzen unsere ganze Kraft und Kompetenz dafür ein, Ihnen zu helfen.

Diana Neumann

Praxisassistentin

„Menschen welche Hilfe benötigen aktiv zu unterstützen, erfüllt mich in meinem Beruf. Es ist wichtig, dass sich unsere Patienten von Anfang an aufgehoben fühlen, dafür sorge ich als erste Ansprechperson und begrüsse Sie mit einem Lächeln bei uns in der Praxis.“

Audrey Schroller

Praxisassistentin

„Als fröhliche, offene und kommunikative Person schätze ich es sehr, mit Menschen aus der ganzen Welt in Kontakt zu kommen. Das Wohlbefinden anderer liegt mir sehr am Herzen.“

Fiona Muir

International Coordinator

Wir möchten, dass Sie sich vom ersten Augenblick an bei uns gut aufgehoben fühlen. Ich helfe Ihnen bei der Organisation Ihrer Behandlung, auch im Falle einer internationalen Anreise.

Einbeziehung Ihres Arztes in die Behandlung

Wenn Sie es wünschen, kann Sie Ihr behandelnder Arzt nach Zürich begleiten. Sie haben dann eine in medizinischen Belangen vertraute Person an Ihrer Seite. Und Ihr Arzt hat die Gelegenheit, bei der geplanten Operation anwesend zu sein und einzigartige Einblicke in die angewandte Praxis der Neuropelveologie zu gewinnen.

Foto Neuropelveologie Nervenbahnen

Neuropelveologie:
Die Entdeckung der Beckennerven

Die Neuropelveologie ist eine von Prof. Possover entwickelte medizinische Disziplin. Sie basiert auf der Entdeckung der Beckennerven und umfasst die Diagnose der Erkrankungen dieser Nerven mittels gynäkologischen Untersuchungsmethoden sowie deren Behandlung mit Hilfe der Bauchspiegelung.

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